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Tyraniden: Instinktives Verhalten und Synapse

Befinden sich Tyraniden zu Beginn der eigenen Bewegungsphase außerhalb der Synapsenkontrolle, unterliegen sie ihren Instinkten, wenn sie ihren Moralwert nicht bestehen. Das ist öfter schlecht als gut. Es gibt drei Arten des Instinktiven Verhaltens: Lauern, Jagen und Fressen.

Lauern: Verpatzt die Einheit ihren Test, flüchtet sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%. Bei einem Ergebnis von 4-6 wird sie nicht durch schwieriges Gelände verlangsamt, darf allerdings nur schießen, falls sich die Modelle in einer Geländezone befinden. In der Nahkampfphase darf sie nicht angreifen. Würfelt man eine 6, bekommt die Einheit zusätzlich Tarnung.

Einheiten, die Lauern besitzen (3):

  • Termaganten
  • Liktoren
  • Toxotrophen

Lauernde Einheiten laufen leider mit großer Wahrscheinlichkeit vom Spielfeld, deshalb sollte man sie nicht umbedingt an der Tischkante stehen lassen, wenn man keine Synapsenkontrolle mehr zur Verfügung hat. Rennen die Einheiten nicht weg, hat man weniger Probleme mit ihnen, denn Termaganten sollen die Missionsziele halten, Liktoren ihre Pheromonspuren einsetzen und Toxotrophen ihre Schleier-Fähigkeit verteilen. Man verliert jedoch durch das Instinkitve Verhalten die Option, die Einheiten richtig zu positionieren oder gegnerische Einheiten im Nahkampf binden zu können.

kleinergargoyle

Jagen: Jagende Einheiten suchen sofort Schutz bei einem Ergebnis von 1-3 auf einem W6. Bei allen anderen Ergebnissen dürfen die Einheiten weder rennen noch in der Nahkampfphase angreifen. In der Schussphase muss die Einheit auf das nächste gegnerische Ziel in Sicht schießen. Bei einem Ergebnis von 6 bekommt die Einheit noch zusätzlich die Sonderregel Erzfeind.

Einheiten, die Jagen besitzen (6):

  • Gargoyles
  • Schwarmwachen
  • Biovoren
  • Harpyien* (furchtlose Einheiten sind mit einem * gekennzeichnet)
  • Exocrine*
  • Tyrannofexe*

Bei jagenden Einheiten sind furchtlose und nicht-furchtlose Einheiten zu unterscheiden (genau wie bei fressenden Einheiten). Nicht-furchtlose Einheiten leiden unter der hohen Wahrscheinlichkeit, dass sie Schutz suchen müssen. Bei Schwarmwachen ist das sehr ärgerlich; hoffentlich gibt es dann noch ein paar feindliche Flieger, die ja ohnehin mit Schnellschüssen vom Himmel geholt werden müssen. Gargoyles leiden sehr darunter, dass sie nicht mehr angreifen dürfen, denn ihre Hauptaufgabe ist das Binden von gefährlichen Einheiten im Nahkampf. Biovoren dürfen überhaupt nicht mehr schießen. Furchtlose Einheiten wie Harpyien, Exocrine und Tyrannofexe leiden weniger unter ihrem Instinktiven Verhalten, denn sie suchen niemals Schutz. Bei diesen Einheiten muss man deshalb versuchen, sie in der Bewegungsphase so zu platzieren, dass die nächste gegnerische Einheit in der Schussphase auch ein lohnendes Ziel für Harpyien, Exocrine oder Tyrannofexe darstellt. Auch hier verliert man jedoch wieder die Option, in wichtigen Momenten gegnerische Einheiten im Nahkampf angreifen zu können.

Fressen: Einheiten, die diesem Drang unterliegen, fügen sich selbst Schaden zu. Die Treffer sind gleich der Modellanzahl in der Einheit und werden mit der Stärke der Modelle aber ohne DS durchgeführt. Dananch kann die Einheit nichts mehr machen; einmal aussetzen! Ab einer 4+ darf die Einheit nur einen Angriff in der Nahkampfphase ansagen. Bei einer 6 gibt es die Sonderregel Berserker dazu.

Einheiten, die Fressen besitzen (12):

  • Tyrantenwachen
  • Einauge*
  • Haruspex*
  • Schwarmdrude*
  • Carnifex*
  • Morgon*
  • Trygon*
  • Absorberschwarm*
  • Himmelsfresser-Schwarm*
  • Pyrovoren
  • Hormaganten
  • Venatoren

Fressen ist besonders für Hormaganten, Venatoren und Pyrovoren tödlich. Hinzu kommt, dass diese Einheiten beim Fressen-Ergebnis Kannibalischen Hunger im gleichen Spielerzug nicht mehr agieren dürfen, das absolute Todesurteil für Nahkampfeinheiten wie Hormaganten und Venatoren. Tyrantenwachen sollten mit ihrem Schwarmtyranten eigentlich niemals testen müssen, werden sie doch ihren Herrscher heroisch im Kugelhagel beschützen. Der überweigende Rest der Einheiten ist furchtlos, was die Auswirkungen beschränkt (kein Moralwert), bzw. besteht aus einem Modell, weshalb sie nicht dem Ergebnis Kannibalischen Hunger unterliegen. Furchtlose Einheiten, die ihren Instinkten unterliegen, müssen jedoch in der Nahkampfphase das nächste Modell angreifen. Deshalb muss ein Tyranidenspieler wieder vesuchen, diese Modelle in der Bewegungphase passend auszurichten. Auch hier gilt wieder: Die Kontrolle des Spielers über seine Einheiten geht verloren, aber zu einem tolerierbaren Grad; Nahkampfeinheiten wollen eben in den Nahkampf!

Fazit: Instinktives Verhalten ist besonders schwerwiegend für Einheiten, die nicht furchtlos sind. Die Standard-Sektion ist aus diesem Grund sehr betroffen. Termaganten und Hormaganten, die Missionziele halten sollen, aber auf einmal ein Eigenleben entwickeln, können einem Tyranidenspieler schon in einer Runde das Spiel kosten. Schwarmwachen, Gargoyles, Venatoren und Biovoren leiden auch sehr unter Instinktivem Verhalten, weil damit ihr Output und Bedrohungspotential weitestgehend verloren geht. Furchtlose Einheiten leiden am wenigsten unter ihren Instinkten, weil diese generell ihrem Aufgabenbereich entsprechen, also entweder Beschuss oder Nahkampf. Nichtsdestotrotz bekommt man Probleme, wenn man diese Einheiten in der Bewegungsphase nicht so ausrichten kann, dass die nächste gegnerische Einheit ein lohnendes Ziel darstellt. Man sollte sich immer der Auswirkungen des Instinktiven Verhaltens bewusst sein. Besser ist es natürlich, wenn man genug Synapsenkreaturen auf dem Spielfeld hat, um sichere Kontrolle zu garantieren. Leider können alle Synapsenkreaturen bis auf den Alphakrieger gezielt aus dem Schwarm herausgeschossen werden, ein großes Problem. Einen Trupp Tyranidenkrieger, einen Tervigon oder einen Alphatrygon in Reserve zu halten, kann diese wenigstens in den ersten Runden vor dem Gegner schützen. Genügend Synapsenkreaturen sind jedoch ein Muss für jeden Schwarm. Ein alternativer Armeeaufbau dazu sind Symbionten und ausschließlich furchtlose Einheiten; damit kann man die Auswirkungen des Instinktiven Verhaltens minimieren.

Schönen Sonntag
-kleiner gargoyle

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