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Tyraniden: die HQ-Sektion

Alphakrieger: Der Alphakrieger ist der geborene Anführer von Tyranidenkriegerrotten. Er verbessert das KG und das BF von Tyranidenkriegern; aufgestellt werden sollte er mit ihnen aber eher selten. Die Besonderheit des Alphakriegers ist, dass er das einzige unabhängige Charaktermodell der Tyraniden ist. Somit kann er sich in jeder Rotte verstecken, und damit hat man eine zuverlässige Synapsenkreatur, die sehr schwer zu fassen ist. In einem 30iger Trupp Ganten oder mit 2 Carnifexen wird der Alphakrieger gut geschützt sein. Es wäre auch möglich, den Alphakrieger als Beschützer eines Toxotrophentrupps einzusetzen, um Toxotrophen vor ST-8-Schüssen zu bewahren. Jedoch sind Einheiten, die des Schutzes bedürfen ,wie z. B. die Toxotrophen, so billig geworden, dass sich der Schutz durch den teuren Alphakrieger nicht richtig lohnt. Außerdem sind die 3 Lebenspunkte des Alphakriegers zu wenig, um einen guten Beschützer abzugeben.

Mit dem neuen Kodex ist der Alphakrieger zur defensiven Synapse degradiert worden. Mit Hilfe von Upgrades kann er für diverse Aufgaben ausgerüstet werden, u.a. den Nahkampf. Da Hornschwerter leider nur noch DS 3 haben, kann sich der Alphakrieger aber nicht mit hartgesottenen Nahkämpfern einlassen. Generell sollte er auch nicht viele Upgrades erhalten, denn diese lassen seine Punktkosten sprunghaft ansteigen, und dann hat man einen Alphakrieger, der so viel kostet wie ein Schwarmtyrant. Im Allgemeinen ist nur ein Säurespucker oder ein Paar Zangenkrallen empfehlenswert. Mein Alphakrieger ist mit Zangenkrallen ausgerüstet und bleibt mit einem 10er Trupp Ganten in Reserve. Damit verweigert man den Siegpunkt für das Ausschalten des Kriegsherrn und hat eine zuverlässige Synapsenkontrolle, auch im späteren Spielverlauf.

Bewertung: 3 (1= Superauswahl/Autoinclude, 2= gute Einheit, 3= solides Preisleistungsverhältnis, 4= Fluffeinheit, 5= Kodexleiche)

das Alphakriegerduo mit Hornschwertern

 

Einauge: siehe Beitrag „Die Kodexleichen der Tyraniden
Bewertung: 5 (1= Superauswahl/Autoinclude, 2= gute Einheit, 3= solides Preisleistungsverhältnis, 4= Fluffeinheit, 5= Kodexleiche)

Todeshetzer: Der Todeshetzer ist der einzigartigste Anführer. Mit etwas Spielerfahrung lässt er sich gewinnbringend einsetzen. Der Todeshetzer kombiniert offensive und unterstützende Fähigkeiten, hat jedoch den großen Nachteil, dass er auch der fragilste Anführer ist. Er ist im Grunde genommen ein Liktor mit verbessertem Kampfgeschick und Initiative (siehe Beitrag „Tyraniden: die Elite-Sektion“). Hinzu kommen zwei zusätzliche Sonderregeln, die es zu nutzen gilt: „Es ist hinter mehr her“ und „Wo zur Hölle?“. „Es ist hinter mehr her“ reduziert den Moralwert eines gegnerischen Charaktermodells um 3. Diese Sonderregel kombiniert mit Schatten im Warp ist sehr stark um Psioniker lahmzulegen. Ein Himmlischer und seine Truppen sind besonders stark von „Es ist hinter mehr her“ betroffen. Die Sonderregel „Wo zur Hölle?“  ist äußerst wichtig für den HQ-Liktor, denn sie verleiht ihm mehr Haltbarkeit – der Todeshetzer kann nur mit Schnellschüssen beschossen werden. Er ist also vor Flammenwerfern sicher! Dadurch kann man mit einem Todeshetzer besser von der Sonderregel Pheromonspuren Gebrauch machen. Der große Nachteil des Todeshetzers ist, dass er keine Synapsenkreatur ist. Schafft man es, beide Sonderregeln („Es ist hinter mehr her“ und Schatten im Warp) zu kombinieren, ist das geradezu brilliant gegen feindliche Psioniker. Seine fehlenden Synapsenfähigkeiten sind aber wahrscheinlich der Grund warum wir den Todeshetzer seltener antreffen werden – ein Tyranidenspieler braucht seine Synapsenkreaturen!
Bewertung: 3 (1= Superauswahl/Autoinclude, 2= gute Einheit, 3= solides Preisleistungsverhältnis, 4= Fluffeinheit, 5= Kodexleiche)
Schwarmherrscher: Mehrere kleine Veränderungen schwächen den Schwarmherrscher leicht ab. Die Entscheidung, ob der Schwarmherrscher eine Armee anführen soll, ist eine Entscheidung des Armeekonzepts und der Punktkosten. Möchte man den Schwarmherrscher in seine Armee aufnehmen, muss man gewillt sein, sehr viele Punkte in diesen HQ-Trupp zu investieren. Ein Schwarmherrscher braucht Schwarmwachen. Die ganze Armee muss auf den Schwarmherrscher ausgerichtet sein und diesen unterstützen. Ich persönlich konnte mich nie dazu entschließen, alles auf diese eine Karte zu setzen. Genau wie andere sich einfach nicht mit den fragilen Flugtyranten anfreunden können. Der Schwarmherrscher bringt für zusätzlich120 Punkte einen Lebens-, Initiative- und Attackenpunkt mehr mit als ein gewöhnlicher Schwarmtyrant. Seine Kriegsherrnfähigkeit (18 Zoll Synapse) macht ihn zum Mittelpunkt des Schwarms. Hinzu kommen seine Hornsäbel mit DS 2 und Sofort Ausschalten , die mit voller Initiative zuschlagen. Damit ist der Schwarmherrscher das beste Nahkampfmonster des Schwarms! Außerdem bekommt man nur noch durch den Schwarmherrscher +1 auf Reservewürfe. Zusätzlich verleiht der Schwarmherrscher Erzfeind, Monsterjäger oder Rasender Angriff an eine befreundete Einheit. Diese Sonderregeln kann jede Einheit gut gebrauchen – besonders Erzfeind oder Monsterjäger (z.B. gegen Riptides). Der Schwarmherrscher ist aber recht langsam und kann sich nicht mehr teleportieren. Er soll aber ein unterstützendes und zugleich offensives Element sein, denn er kann jeden Gegner im Nahkampf besiegen. Der Reservewurfbonus begünstigt Armeekonzepte mit viel Reserve, z.B. 3 schockenden Morgons und Alphatrygonen. Des weiteren unterstützt der Schwarmherrscher so auch den Einsatz des Todeshetzers im Zusammenspiel mit einem Alphatrygon (Schatten im Warp + „Es ist hinter mehr her“).
Bewertung: 2 (1= Superauswahl/Autoinclude, 2= gute Einheit, 3= solides Preisleistungsverhältnis, 4= Fluffeinheit, 5= Kodexleiche)

Schwarmtyrant:  Der Schwarmtyrant ist der Motor jeder Tyranidenarmee. Er ist die Topauswahl der HQ-Sektion, nicht allein wegen seiner Profilwerte und Punktkosten, sondern auch, weil er als einer der wenigen Tyranideneinheiten dem Schwarm taktische Flexibilität verschaffen kann. Die Aufwertung Taktischer Instinkt erlaubt einer Standardeinheit zu flanken. Je nach Gegner, Mission und Gelände könnten dies Neuralfresserganten, ein Tervigon oder Tyranidenkrieger sein. Aber auch der Output eines Flugtyranten mit Neuralfressern sucht seinesgleichen im Kodex.

Ein laufender Schwarmtyrant benötigt Tyrantenwachen, wenn er länger überleben möchte. Tyrantenwachen sollten keine Upgrades erhalten. Mit Upgrades werden diese zu teuer, und Schwarmwachen sollen ohnehin sterben, damit der Schwarmtyrant überleben kann! Für den Schwarmtyranten sind die Biokanonen eine solide, aber keine überragende Wahl; die Nahkampfbiomorphe eher schlecht. Entscheidet man sich für einen beschussstarken Tyranten, kann man Neuralfresser (viele Schuss auf kurze Reichweite), Biozid- oder Dornenwürgerkanonen einsetzen. Im Allgemeinen finde ich die Biozid- und Dornenwürgerkanonen für 15 Punkte eher schlecht, beide Waffen haben aber eine gute Reichweite. Auf dem Papier eignet sich die schwere Biozidkanone vielleicht, um gegnerische Fahrzeuge unter Druck zu setzen. Die schwere Biozidkanone leidet wie die Kapselkanone des Tyrannofexes an dem fehlenden Durchschlag und ist deshalb für Fahrzeuge relativ ungefährlich; denn mit einem 200-Punkte-Modell pro Runde einen Rumpfpunkt von gegnerischen Fahrzeugen entfernen zu können, ist zu wenig. Dornenwürgerkanonen hingegen können im Zusammenspiel mit Stachelwürgern und Sporenminen von Harpyien und Biovoren viele Niederhaltentests erzwingen.

Die Nahkampfbiomorphe finde ich deshalb schlecht, weil der Schwarmtyrant ohnehin schon über DS 2 und Wuchtige Hiebe verfügt. Hornschwerter verfügen nur noch über DS 3 und Sofort Ausschalten, aber die richtigen „Nahkampfbrocken“ des Gegners sollten hoffentlich über einen Rüster von 2+ verfügen. Zangenkrallen sind durch Wuchtige Hiebe überflüssig. Die Bioartefakte der Tyraniden sind alle viel zu teuer und schlecht! Vielleicht ist die Schwarmkrone eine Ausnahme, aber ich würde lieber 10 Punkte mehr bezahlen und einen Zoanthrophen aufstellen, anstatt einen Schwarmtyranten nochmal um 40 Punkte teurer zu machen. Besonders durch die neuen Formationen Synaptic Swarm und Tyrant Node haben Kriegsherrnfähigkeit (Synaptischer Fokus) und Schwarmkrone stark verloren. Regeneration ist nichts Überragendes, aber für einen Tyranten mit Wachen eine Überlegung wert, weil man genau bestimmen kann, wie viele Verwundung, der Tyrant auf sich nimmt und wie viele er weitergibt.

Am stärksten ist die fliegende Variante des Schwarmtyranten, entweder ohne weitere Upgrades oder mit 2 Neuralfessern bewaffnet. Ein Flugtyrant mit Sensenklauen versucht in der Regel, sich in den Nahkampf zu retten und die Zieleinheit möglichst erst in der gegnerischen Nahkampfphase zu vernichten, damit er in der eigenen Runde wieder voll agieren kann. Ein Flugtyrant mit Neuralfressern möchte zusätzlich noch schießen. Beide Varianten sollten aggresiv gespielt werden. Die Flugtyranten sollten jedoch nicht gleich in der ersten Runde auf die gegnerischen Stellungen treffen.

Bewertung: 1 (1= Superauswahl/Autoinclude, 2= gute Einheit, 3= solides Preisleistungsverhältnis, 4= Fluffeinheit, 5= Kodexleiche)
der Schwarmtyrant
Tervigon:
Die Aufgaben des Tervigon ist es, möglichst viele Ganten zu spucken und ein Missionsziel einzunehmen. Deswegen sind Tervigone in der Standardsektion besser aufgehoben (Tyraniden: die Standard-Sektion). Mehr als ein Tervigon wird aber wahrscheinlich zu viele Punkte verschlingen. Der Tervigon ist eine defensive und unterstützende Einheit, die offensiv nicht viel zum Spiel beitragen wird. Ein Pluspunkt: der Tervigon kann nach dem Flanken noch einen Trupp Ganten ausbrüten. Das ist je nach Gelände und Mission sehr interessant. In der HQ-Sektion hat der Tervigon gar nichts verloren. Komischerweise ist er auch kein Charaktermodell mehr – das kleine „C“ fehlt. Das bedeutet, dass der Tervigon nicht mehr der Kriegsherr einer Tyranidenarmee sein darf?! Mit dem neuen Kodex ist der Tervigon wirklich nur noch ein Schatten seiner selbst…
Bewertung: in der HQ-Sektion 4, in der Standardsektion 3 (1= Superauswahl/Autoinclude, 2= gute Einheit, 3= solides Preisleistungsverhältnis, 4= Fluffeinheit, 5= Kodexleiche)
Mit freundlichen Grüßen
-kleiner gargoyle
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