Tabletop Hobbyblog

Über Tabletop: Vielfalt und Toleranz (Teil 1)

Wie lautet die Definition von Tabletop? Was macht das Hobby aus? Eine einzige Definition kann es nicht geben. Jede Person, die sich mit dem Tabletop-Hobby beschäftigt, gestaltet das Hobby nach ganz eigenen Vorlieben. Derzeit gibt es eine Fülle von Miniaturen und Spielsystemen, die viele verschiedene Geschmäcker anspricht. Hobbyisten und Spieler hatten noch nie so viel Auswahl wie heute. Hierbei gibt es viele interessante Aspekte, ich möchte speziell über Umbauten und Alternativmodelle sprechen.

Gerne würden es  Hersteller sehen, dass man ihre Spielsysteme nur mit ihren Modellen spielt und schreiben dies mitunter auch in ihre Regelwerke. Im Sinne der Hobbyisten und Spieler ist das jedoch nicht. Umgestaltete thematische Armeen haben mich immer schon am meisten beeindruckt. Diese individualisierten Modelle und Armeen haben einen ganz besonderen Reiz,gerade weil sie einzigartig sind. Oft sind sie mit viel Aufwand und Liebe zum Detail umgebaut.  Hersteller bieten  eine unglaubliche Vielfalt von Modellen an, die man nutzen können sollte. Diese Vielfalt kommt den Spielern zugute, die auf das gestalterische und ästhetisch abwechslungsreiche Angebot zurückgreifen  und so ihre Fraktionen und Armeen ganz nach eigenem Geschmack zusammenstellen wollen.

Zwei Dinge müssen aber allen klar sein. Erstens dürfen die Umbauten und Alternativmodelle keinerlei spielerische Vorteile haben. Das wäre unfair und darf von Mitspielern zu Recht kritisiert werden. Die meisten Regelsysteme haben aber ohnehin die Größe der Modelle nach Einheitentypen standardisiert bzw. die Höhe bei den Modellregeln oder –werten aufgeführt. Das vereinfacht das Spielen mit Umbauten und Alternativmodelle sehr. Ein Teddy bei Malifaux ist und bleibt hinsichtlich aller Umbauten ein Modell mit 3 Zoll Höhe.

Zweitens muss es für den Gegner jederzeit möglich sein, die Modelle einwandfrei identifizieren zu können. Bei ganzen Armeen, die umgebaut sind, hilft ein stimmiges Konzept, welches man dem Gegner erklären kann. „Meine Imperiale Armee ist dem Chaos verfallen, die Imperialen Soldaten werden durch Kultisten, die Sergeants  durch Chaos Space Marines und die Ogryns durch Chaosbruten dargestellt; die Modelle sind mit Waffen ausgerüstet wie dargestellt;  usw.“ Zusätzlich kann man auch Base-Ränder beschriften oder farblich kennzeichnen, um die Identifikation zu erleichtern. Hier ist alles willkommen, was dem Gegner hilft.

Umgekehrt müssen die Umbauten und Alternativmodelle sowie das Armeekonzept und die Bemalung einzig und allein dem Eigentümer der Modelle gefallen. Gefallen einem die Alternativmodelle nicht oder findet man die Umbauten für das Spielsystem unpassend, ist das eine zulässige Meinung. Allerdings sollte man doch so tolerant sein, anzuerkennen, dass in erster Linie der Eigentümer mit seinen Modellen Spaß haben muss. Darüber hinaus steht es niemanden zu, andere zu bevormunden, wie sie was zu spielen bzw. ihr Hobby auszuleben haben; denn letztendlich ist das Hobby so vielfältig wie die Anzahl der Hobbyisten und Spieler.

Mit freundlichen Grüßen

-kleiner gargoyle

P.S.: Ein Tyraniden-Beispiel gefällig? Tyraniden gehen immer! Kings of War meet Tyranids

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Eine Antwort

  1. Pingback: Über Tabletop: Überangebot und Zerstreuung (Teil 2) | Kleiner Gargoyle

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