Tabletop Hobbyblog

Über Tabletop: Wenn weniger mehr ist

Früher oder später wird leider jedem Tabletop-Hobbyisten das gleiche Schicksal widerfahren, dass der Alltag die Zeit fürs Hobby stark einschränkt. Oft bedeutet das dann vor allem weniger Zeit zum Spielen. So muss man zwangsläufig Prioritäten zu setzen.

Ich habe festgestellt, dass ich in der Regel pro Woche höchstens Zeit für ein Spiel habe bzw. wenige Stunden damit verbringen kann zu spielen. Es bleibt einfach keine Zeit fürs Listenbauen, für Taktik- und Regelrecherchen sowie die Diskussionen darüber, sei es persönlich mit Freunden oder in Foren, ganz zu schweigen von „Trainingsspielen“ und Turnierbesuchen. All diese Aspekte machen aber sehr viel Spaß und ich beneide diejenigen, die dies machen können.

Aufgrund des zeitlichen Aspekts verschiebt sich nun auch zunehmend der Fokus meiner Tabletop-Aktivitäten. Tabletop-Systeme, für die ein hoher „Investitionsbedarf“ (Zeit, Geld usw.) notwendig ist, weil sie durch ständige Veröffentlichungen das Meta verändern und so Kaufanreize schaffen wollen bzw. stetigen Konsum z.B. durch Spielstärke belohnen wollen, verlieren an Reiz. Mein Wille, solche Kauf- und Rüstungsspiralen mitzumachen, ist ironischerweise aufgrund der zeitlichen Einschränkung endgültig erschöpft, denn normalerweise bin auch ich, wie wahrscheinlich die meisten Hobbyisten,  unablässig dabei, nach dem nächsten Hobbyprojekt Ausschau zu halten. So kommt es, dass ich, wie auch viele andere Hobbyisten, unzählige unbemalte oder halbfertige Modelle besitze.

Es freut mich deshalb sehr, dass ich meine erste Tabletop-Armee, die ich als kleiner Junge gesammelt, halb angemalt und natürlich nie gespielt habe, derzeit wieder bemale und aktiv spiele: die Bretonen. Allerdings reiten die Bretonen nicht mehr durch die Warhammer-Fantasy-Welt, sondern werden als „Bruderschaft“ für Kings of War eingesetzt. Zusätzlich werden demnächst einige der mutigsten Ritter und Landsknechte durch die Straßen Mordheims à la Regelset „Almanach“ ziehen. Beim Bemalen und Spielen meiner alten Figurensammlung kommt immer auch etwas Nostalgie auf, verknüpfe ich doch viele Erinnerungen mit den Modellen.

Mit weniger Hobbyzeit rücken also nun Tabletop-Spiele in den Mittelpunkt, die keinen ständigen „Investitionsbedarf“ haben. In entspannter Spielatmosphäre, aber trotzdem mit kompetitiven Absichten, insbesondere für die Blood-Bowl-Liga, bei der ich derzeit mitspiele, macht mir das Tabletop-Hobby auf eine ganz neue Art und Weise Spaß.

So kann manchmal weniger auch mehr sein.

Mit freundlichen Grüßen

-kleinergargoyle

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