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SAGA-Turnierbericht: Dark Age Melee 2017 (Teil 1 v. 2)

Im Januar 2017 war ich mit meinen Jomswikingern zum ersten Mal auf einem SAGA-Turnier. In den Monaten davor hatte ich Gelegenheit gefunden, meine SAGA-Kenntnisse wieder aufzufrischen. Auf dem Turnier wurden 4 Spiele gespielt. Alle Spiele bestritt ich mit 5 Punkten Kriegern und einem Priester (Religious Advisor).

Spiel 1:

Im ersten Spiel ging es gegen heidnische Rus (Pagan Rus) mit 5 Punkten Kriegern und 1 Punkt Bauern. Ich stellte meine Streitmacht in vier 10er Trupps Kriegern auf; zwei davon mit Banner. Das Szenario war Kampf der Kriegsherren (Clash of Warlords). Ich hatte den ersten Spielerzug.

In meinem 1. und 2. Spielerzug rücke ich mit meiner gesamten Streitmacht offensiv vor. Ein Würfel liegt auf der Fähigkeit „Punishment“, die restlichen auf „Attack Pool“. Im 2. Spielerzug meines Gegners komme ich zum ersten Mal mit der Fähigkeit „Eastern Anger“ in Kontakt. Alle Einheiten (Freund und Feind), die um den gegnerischen Kriegsherrn stehen, werden beschossen. Ich erleide erste Verluste. Zu dem Zeitpunkt bin ich mir nicht sicher, was ich dagegen unternehmen soll.

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Spiel 1 Zug 1

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Spiel 1 Zug 2

Im 3. Spielzug leite ich deshalb einfach drei Angriffe ein; zwei davon gewinne ich. Die gegnerischen Einheiten flankieren meine Truppen etwas. Die Fähigkeit „Eastern Anger“ wird von meinem Gegner abermals angewendet. Nun erleiden allerdings auch die gegnerischen Truppen erhebliche Verluste und werden kleiner.

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Spiel 1 Zug 3

In meinem 4. Spielerzug kommt der große Angriff. Einer meiner 10er Trupps greift mit 16 Würfeln an (3 Würfel im „Attack Pool“ geben mir 6 zusätzliche Attacken). Durch den Einsatz eines Ermüdungsmarkers kann ich die gegnerischen Krieger auf die 3+ verwunden. Ich hoffe auf große Verluste. Leider wehrt mein Gegner den Angriff mit Glück ab und würfelt einfach (zu) viele Fünfen und Sechsen. Mein Gegner spielt erneut „Eastern Anger“ und löscht nun einen 2er Trupp seiner eigenen Krieger aus, der bisher gut durch den Kriegsherrn abgedeckt war und deshalb nicht von mir angegriffen werden konnte. Ansonsten wäre dies ein einfaches Ziel gewesen, um gegnerischen Einheiten Ermüdungsmarker zu geben.

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Spiel 1 Zug 4

Im 5. Spielzug liefern sich die verbleibenden Truppen einen blutigen Kampf. Am Ende steht der gegnerische Kriegsherr alleine da. Der Gegner zieht zum Schutz des Kriegsherrn einen 4er Trupp Krieger von der Spielfeldkante vor. Die gegnerische Bauerneinheit, die bis dahin nichts weiter gemacht hat, rückt auf der linken Flanke auf meine Truppen vor.

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Spiel 1 Zug 6

Der letzte Spielzug bricht an. Im 6. Spielzug habe ich nun die Chance zu gewinnen, wenn ich es schaffe, den gegnerischen Kriegsherrn und 4 Krieger auszulöschen. Mein Kriegsherr und 4 Krieger stürmen in den Nahkampf. Mit 3 Würfeln im „Attack Pool“ (6 zusätzliche Attacken) und einem Würfel auf „Hammer of Thor“ (mit 2 Wutpunkten (Wrath) für 2 Extra-Treffer) habe ich gute Chancen. Jetzt mache ich den entscheidenden Spielfehler, indem ich zuerst „Hammer of Thor“ und danach die zusätzlichen Attacken ansage. Der Gegner untersagt mir die zusätzlichen Attacken einfach und gibt mir stattdessen Wutpunkte (die ich nicht mehr einsetzen kann). Daran hatte ich nicht gedacht. Ich schaffe es nicht, den gegnerischen Kriegsherrn und 4 Krieger auszuschalten. Daraufhin erschießen die gegnerischen Bauern meinen Priester, und mein Kriegsherr wird ebenfalls getötet. Ich verliere das Spiel.

Fazit: Ein knappes und spannendes Spiel, in dem keiner der Spieler während des Spiels vorne lag, aber immer die Möglichkeit bestand, den Sieg zu erzwingen. In den letzten Spielzügen sollte man damit rechnen, dass jeder Gegner der Jomswikinger Wutpunkte vergibt, insbesondere dann, wenn er keine Würfel auf Wut-Fähigkeiten liegen hat. Deshalb sollte immer ein Würfel auf „Hammer of Thor“ liegen.

Eastern Anger“ empfinde ich nach dem Spiel als ein zweischneidiges Schwert. Es hat den Spielverlauf nicht großartig verändert, da beide Seiten Verluste erlitten haben. Die gegnerische Bauerneinheit auf der linken Flanke habe ich während des Spiels komplett ignoriert, weil man mehr Treffer benötigt, um diese auszulöschen als z.B. Kriegereinheiten. Das war eine richtige Entscheidung.

 

Spiel 2:

Im zweiten Spiel ging es gegen Wikinger mit 5 Punkten Kriegern und „Gunnar Hamundarson“. Ich stellte die Streitmacht wieder in vier 10er Trupps Kriegern auf; zwei davon mit Banner. Der Gegner stellte ebenfalls 4 große Kriegereinheiten auf. Das Szenario war Schlacht um die Furt (Battle at the Ford). Mein Gegner hatte den ersten Spielerzug.

Aufstellung: Mein Gegner stellt zwei 10er Trupps Krieger und Gunnar an die linke Furt, zwei 10er Trupps an die rechte Furt. Ich stelle nur einen 10er Trupp an die linke Furt, um seinen offensiven Kriegsherrn „ins Leere“ laufen zu lassen. Der Rest positioniert sich vor der rechten Furt.

Im 1. Spielzug zieht ein gegnerischer Trupp von der linken Furt in die Mitte. Der andere Trupp und Gunnar rücken vor. Gunnar möchte schießen, dies wird aber durch „Punishment“ untersagt. Eine kleine Unaufmerksamkeit meines Gegners. Ich spiele „Northern Tempest“ und nehme ihm somit 3 Kriegermodelle. 2 Kriegereinheiten, Kriegsherr und Priester rücken in die rechte Furt vor und erreichen die Flussmitte.

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Spiel 2 Zug 1

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Spiel 2 Zug 1

Im 2. Spielzug möchte ich eine wichtige Aktivierung des Gegners mit „Punishment“ untersagen und bekomme stattdessen 2 Wutpunkte (Wrath). 9 Krieger und Gunnar greifen meinen 10er Trupp Krieger auf der rechten Flanke an. Die gegnerischen Truppen verursachen 7 Wunden und mein Trupp 8 Wunden, da ich ihm 8 zusätzliche Attacken über den „Attack Pool“ gebe. Am Ende der Runde steht noch ein mutiger Krieger, um Gunnar aufzuhalten, und verzögert so den Vorstoß Gunnars um eine Runde. Gunnar wird dadurch zu stark aufgehalten und wird nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen. Ansonsten hätte er meine Truppen (z.B. Priester) von hinten beschossen. Meine Truppen rücken durch die rechte Furt weiter vor. Ich spiele erneut „Northern Tempest“.

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Spiel 2 Zug 2

 

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Spiel 2 Zug 2

Im 3. Spielzug setzt mein Gegner alles auf die Defensive und behält seine Würfel im „Attack Pool“. Alle meine Truppen gelangen nun auf die andere Flussseite und leiten erste Nahkämpfe ein.

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Spiel 2 Zug 3

In der 4. Spielrunde gibt es einige Nahkämpfe mit Verlusten auf beiden Seiten; nichts Weiteres passiert. Ein 2er Trupp wird vom Gegner zurückgezogen.

Im 5. Spielzug schirmt mein Gegner seinen 2er Trupp erfolgreich ab. Allerdings spiele ich danach „Jomsborg“ und aktiviere alle seine Einheiten für eine Bewegung, da ich inzwischen 4 Wutpunkte (Wrath) besitze. So bewege ich seine Truppen aus dem Weg, um seinen 2er Trupp wieder nach vorne zu ziehen, anzugreifen und zu vernichten. Damit erhalten seine Einheiten weitere Ermüdungsmarker.

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Spiel 2 Zug 5

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Spiel 2 Zug 5

Im 6. Spielzug dezimiert mein Gegner den Trupp, der zuvor den 2er Trupp vernichtet hat. Daraufhin gehe ich voll in die Defensive und ziehe meine verbleibenden Krieger an die Spielfeldkante.  

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Spiel 2 Zug 6

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Spiel 2 Zug 6/7

Im 7. Spielzug hat mein Gegner nicht mehr die Chance, meinen verbleibenden Kriegern Schaden zuzufügen, und wir beenden das Spiel. Ich gewinne die Partie.

 

Fazit: Durch meine anfängliche Offensive auf der rechten Flanke führe ich das gesamte Spiel über. Allerdings erleide ich zunehmend Verluste und sehe mich am Schluss gezwungen, mich an die Spielfeldseite zurückzuziehen.

Teil 2 folgt alsbald…

Mit freundlichen Grüßen

-kleiner gargoyle

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Eine Antwort

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