Tabletop Hobbyblog

8. Edition Warhammer 40K: Das neue Age of Sigmar?

Warhammer 40K, eines der größten Tabletop-Systeme, bekommt im Juni 2016 eine neue Edition. Mit dieser Ankündigung und den täglichen Veröffentlichungen von Regeln seitens Games Workshop (GW) ist die Aufmerksamkeit unter Tabletop-Spielern groß. Einige betrachten das Ganze mit großer Skepsis. Andere freuen sich auf das beste Spiel aller Zeiten. GW hat schon seit jeher polarisiert. Das gilt es sicherlich beim Austausch mit Spielern und beim Lesen von Kommentaren zu berücksichtigen.

Nichtsdestotrotz hat mich zweierlei erstaunt: erstens, dass viele Einflüsse von Age of Sigmar (AoS) nun bei 40K aufgenommen werden, und zweitens, dass das die Spieler nicht zu stören scheint. Nach Veröffentlichung von AoS war der Sturm der Entrüstung groß (vielleicht sogar beispiellos?), die Regeln waren nur 4 Seiten lang und die Punkte waren weg. AoS ist ziemlich gefloppt. Die Spielerschaft hat sich aufgeteilt auf alte Editionen, die neue Fan-Edition 9th Age (eine direkte Reaktion auf AoS) und Kings of War. Auch die Verkaufszahlen dürften diesen Eindruck belegen (fragt doch einfach mal den Händler eures Vertrauens) und auch GW muss gemerkt haben, dass AoS nicht der erhoffte Neuanfang war. Nicht umsonst hat GW Regeln und Punktwerte mit dem neuen General’s Handbook nachgeliefert. Seitdem es die General’s Handbooks gibt, scheint AoS aber langsam Spieler für sich zu gewinnen (das hätte sich kein anderer Hersteller leisten können).

Insgesamt ist es deshalb überraschend, dass GW AoS als Vorlage für 40K nimmt (ohne allerdings die Hintergrundgeschichten komplett umzuschreiben explodieren zu lassen). Warhammer 40K, das ist schon jetzt absehbar, wird künftig ein ganz anderes Spiel sein. Eine klare Zielsetzung von GW war es wohl, die Spielzeit bei durchschnittlicher Punktgröße (1500-1850) zu reduzieren. Die Interaktionen der Regeln nehmen ab und die Regeln werden stringent gestaltet. Die Datasheets, Schaden mit W3 und W6 anstatt von Schablonen, die Psiphase, die Fight Phase, das Moralsystem, die einheitlichen Profilwerte (keine Panzerwerte mehr), die Behandlung von großen Modellen und Charaktermodellen und vieles mehr wird direkt von AoS auf 40K übertragen. Die Neuigkeiten, die GW täglich veröffentlicht, sind eigentlich keine. Das wird immer offensichtlicher. Künftig haben wir also zwei sehr ähnliche Systeme, einmal mit Fantasy-Setting (AoS) und einmal mit Grimdark-Setting (40K).

Hier kommen Fragen auf. Welche großen Unterschiede werden beide Systeme künftig noch haben? Was hat GW vor? Werden AoS und 40K künftig das neue Hordes&Warmaschine? Werden beide Systeme miteinander spielbar? Denn die neuen Wege, die GW bei 40K einschlägt, sind eine schlichte Anwendung von AoS auf 40K. Es bleibt aufgrund des schlechten Starts von AoS deshalb verwunderlich, wie positiv die Veränderungen aufgenommen werden. Das wird wahrscheinlich mit der guten Kommunikation GWs zusammenhängen. In meinem persönlichen Umfeld wird die neue Edition bisher ebenfalls positiv aufgenommen. Nachdem ich damals sehr großes Interesse an AoS hatte, habe ich nach einigen Spielen jegliche Begeisterung wieder verloren und mich gelangweilt anderen Systemen zugewandt. Folglich hatte ich an der Neuauflage der AoS-Regeln mit dem General’s Handbook dann auch kein Interesse mehr. Inzwischen gibt es jedoch eine scheinbar wachsende Zahl von Tabletop-Spieler, die AoS begeistert. Für andere Tabletop-Spieler bleibt AoS jedoch ein absolutes No-Go. Manche sagen, das wäre okay, scheint es doch an Einsteiger und Gelegenheitsspieler gerichtet. Vor diesem Hintergrund bin ich aufs äußerste gespannt, wie die 8. Edition aufgenommen wird und sich das Spiel letztendlich spielen wird.

Mit freundlichen Grüßen

-kleiner gargoyle

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2 Antworten

  1. Pingback: 8. Edition Warhammer 40K: Zusammenfassung der GW-Teaser (29.Mai 2017) | Kleiner Gargoyle

  2. Pingback: 8. Edition Warhammer 40K: Zusammenfassung der GW-Teaser (22.Mai 2017) | Kleiner Gargoyle

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